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Aufgrund der vielfältigen Topografie und den grossen Höhenunterschieden mit klimatischen Gegensätzen beherbergt die Schweiz eine grosse Artenvielfalt. Leider sind schweizweit die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel aller Arten bedroht. Besonders trifft dies die Insekten, die die Grundlage unserer Nahrungsmittelproduktion bilden. Auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon können ein paar einfache Veränderungen dem Lebensraum- und Artenverlust entgegenwirken:
Einheimische Pflanzen: Für Tiere ist es wichtig, geeignete Lebensräume mit einheimischen Pflanzen zu finden. «www.Floretia.ch» ist dabei eine grosse Hilfe: Mit wenig Aufwand können passende, einheimische Pflanzen gefunden werden. Bienenhotel bauen: Wildbienen sind mit ihrer Bestäubung von zentraler Bedeutung für unser Ökosystem. Gelagerter Bambus, Holunder- oder Brombeergehölz können leicht zu kleinen Röhrchen verarbeitet werden. Diese lassen sich zu einem Bienenhotel kombinieren.
Totholz: Lebensraum für viele Insekten können Holzbeigen mit Totholz sein. Das bedeutet nicht, dass man undekoratives Holz im Garten herumliegen lassen muss. Schön angeordnete Holzbeigen oder Asthaufen sind eine einfache Art, vielen Lebewesen einen Lebensraum zu schenken.
Mulchen: Pflanzenreste, wie zum Beispiel geschnittener Rasen oder altes Laub, können als Mulch (unverrottetes organisches Material verwendet) werden. Mulchen führt zu einer Verminderung der Schwemmung des Bodens, was die Bodenqualität sowie die Fruchtbarkeit des Bodens schützt. Diese vier und viele andere einfache Massnahmen ermöglichen es, die Biodiversität im eigenen Garten zu fördern und so zur Erhaltung unserer Artenvielfalt beizutragen. Denn eine intakte Biodiversität ist nicht nur für unsere Umwelt, sondern auch für unsere Gesellschaft und Wirtschaft von grösstem Wert.

Autorin: Julia Hodel, Mitglied OK Klimabewegung Olten

Bildlegende: Das OK Klimabewegung Olten-Mitglied Julia Hodel gibt Tipps, wie Biodiversität im eigenen Garten gefördert werden kann. (Bild: Anna-Lena Holm)

Filme für den Wandel: In Transition 2.0

Olten im Wandel und Filme für die Erde zeigen auch dieses Jahr wieder die besten Dokumentationen zum Thema Wandel und Nachhaltigkeit.

Habt Ihr Euch auch schon gefragt was eigentlich hinter dem Begriff «Olten im Wandel» steckt?

Eins schon vorweg: Wir sind nicht allein! Die Bewegung der Städte und Orte im Wandel hat mittlerweile schon über 1800 Ableger auf der ganzen Welt. Sie inspirieren Menschen dazu, das Zusammenleben in Ihrer eigenen Ortschaft wieder vermehrt selber in Ihre Hände zu nehmen und grosse Veränderungen von der Wurzel her herbeizuführen. Nicht nur Nachhaltigkeit, sondern Lebensqualität und Gemeinschaftsbildung sind für Transiton Towns zentraler Pfeiler. Eine ganzheitliche Bewegung, die vor wenigen Jahren auch Olten erreicht hat. Wir widmen unser Projekt «Filme für den Wandel» deshalb für einmal ganz uns selbst und zeigen Euch mit dem Film «In Transition 2.0» wie die Transition Town Bewegung bereits weltweit Wurzeln der Veränderung geschlagen hat.

Nach dem Film seid Ihr bei eine Food-Waste Apero herzlich dazu eingeladen Eure eigenen Ideen für Initiativen und Veränderungen in und um Olten mit uns zu diskutieren.

Wann: Fr. 08.11.2019

Wo: Begegnungszentrum Cultibo Olten

Türöffnung: 19:00 Uhr

Filmstart: 19:15 Uhr

Filmende: ca. 20:30 Uhr

Sprache: Deutsch

Eintritt: Frei (Kollekte)

Unser alltäglicher Umgang mit Gegenständen ist klimarelevant. Bei der Herstellung, in der Nutzungsphase und bei der Entsorgung der Geräte werden viel CO2 sowie Schadstoffe freigesetzt. Zunächst muss die nötige Energie aus fossilen Energieträgern gewonnen werden. Dann müssen die Geräte um die ganze Welt transportiert werden. Gerade bei Elektrogeräten beeinträchtigt die Rohstoffgewinnung vor Ort oft die Lebensqualität der Menschen und zerstört Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Die grösste Umweltbelastung fällt im Ausland an, weshalb wir davon im Alltag meist wenig mitbekommen. Die Belastung kann verringert werden, wenn die Lebensdauer von elektronischen Geräten steigt, wertvolle Rohstoffe rezykliert werden und der Anteil an erneuerbaren Energien bei der Produktion und der Nutzung steigt. Darauf können wir via politische Massnahmen und mit unserem persönlichen Verhalten Einfluss nehmen. In Olten finden mehrmals jährlich «Repair Cafés», organisiert vom Verein Olten im Wandel und dem Begegnungszentrum Cultibo, statt. An diesen kostenlosen Anlässen können Besucher defekte Gegenstände gemeinsam mit Reparaturprofis reparieren und sich beraten lassen. Rund zwei Drittel der vorbeigebrachten Elektrogeräte können jeweils repariert werden. Dies ist ein Erfolg für die Reparaturfachleute, eine Freude für die Besucherinnen und Besucher und ein persönlicher Beitrag zur Vermeidung von Elektroschrott und Reduzierung des Ressourcenverbrauchs. Das nächste Repair Café in Olten findet am schweizweiten Reparaturtag, am Samstag, 19. Oktober von 10 bis 16 Uhr im Cultibo statt. Am selben Abend zeigt das Kino Lichtspiele den Film «Welcome to Sodom». Dieser zeigt die Lebensumstände von Menschen, welche auf Europas grösster Elektroschrott-Müllhalde mitten in Afrika arbeiten und leben.

Autor*innen: Alexis Strähl, OK Klimabewegung Olten und Jodok Guntern, Repair Café Olten

Bildlegende: Defekte Gegenstände nicht wegwerfen, sondern sie im Repair Café reparieren lassen. Das nächste Repair Café in Olten findet am Samstag, 19. Oktober von 10 bis 16 Uhr im Cultibo statt. (Bild: Repair Café Olten)

Weitere Infos: www.oltenimwandel.ch/repaircafé